NPD Kreisverband Aschaffenburg/Miltenberg

10.12.2008

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Wo kommt das plötzliche Bekenntnis zur deutschen Sprache her?

Als ich die Nachricht im Radio vernahm, daß beim eben zu Ende gegangenen CDU-Bundesparteitag in Stuttgart ein Beschluß gefaßt wurde, dem zufolge die deutsche Sprache grundgesetzlichen Schutzes bedürfe, ergriff mich starke Verwunderung. Gegen den Willen der CDU-Bundesführung wurde für den Antrag des CDU-Landesverbandes Saar mit relativ breiter Mehrheit votiert. Wenn dieCDU nun diesen Beschluß ernsthaft umsetzen will, wird sich zwangsläufig die Frage stellen, welche Folgegesetze das nach sich ziehen muß und welche
Konsequenzen das letztlich für den inflationären Gebrauch von Anglizismen und anderen verbalen Mißbildungen hat. Unter Druck gesetzt fühlt sich aufgrund dieses Beschlusses auf jeden Fall schon mal die Türkische Gemeinde, die einen starken Assimilierungsdruck auf ihre Schützlinge zukommen sieht.

Auch die Grünen kritisieren den Beschluß, da sie ihn scheinbar für eine
indirekte Kritik an den Segnungen des Experiments der multikulturellen
Gesellschaft erachten. Daß von diesen politischen Kräften kein Beifall
angesichts einer deutschfreundlichen Maßnahme zu erwarten war, sollte auch dem politischen Laien klar sein.

Warum aber gerade die CDU sich nun den Schutz der deutschen Sprache und damit eines der wichtigsten Kulturgüter unseres Volkes auf die Fahne geschrieben hat, leuchtet auch mir nicht so ganz ein. Ist es doch die CDU gewesen, unter welcher der größte Zustrom kulturfremder Ausländer unser Land heimsuchte. Ist es doch diese angeblich christliche Partei gewesen, die dabei zusah, daß sich in zahlreichen ehemals deutschen Städten türkische
Parallelgesellschaften bildeten, in denen die islamische Scharia stärkere Legitimation und Anerkennung besitzt als jegliches deutsches Recht, und die nun zu einem Hort für kriminelle Banden und gefährliche arabische Familienclans geworden sind. In Zeiten teilweise schon bürgerkriegsähnlicher Zustände in so manchem westdeutschen Großstadtviertel erinnert sich die CDU daran, daß es doch mal so etwas wie eine deutsche Kultur gab, die für uns Deutsche ein elementarer Bestandteil unseres Wesens, unserer Identität und
unserer Außenwahrnehmung war.

Doch darf dieser sentimentale Schritt in Richtung deutsche Leitkultur nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich die CDU immer vor wichtigen Wahlen Argumenten bedient, die sonst eigentlich nur von der nationalen Systemopposition artikuliert werden. Auf ihren Weltnetzseiten wirbt die CDU schon seit geraumer Zeit um türkischstämmige Mitglieder, hat hierfür sogar ihre Weltnetzpräsenzen zum Teil schon zweisprachig, deutsch und türkisch, gestaltet. Da kann es nur als Hohn bezeichnet werden, daß gerade diese Partei sich nun den Erhalt der deutschen Sprache zueigen gemacht hat.

Doch Parteitagsbeschluß hin oder her, wird sich die CDU an zwei anderen Politikaspekten messen lassen müssen. Erstens: wird sich die CDU wirklich mit aller Vehemenz dafür einsetzen, daß ihr Beschluß politische Realität wird, also Aufnahme ins Grundgesetz findet? Und noch wichtiger zweitens: in welcher Art und Weise wird die CDU dafür sorgen, daß es nicht bloß ein Alibiartikel des Grundgesetzes bleibt und ihm reale politische Wirkung verleihen? Mit welchen konkreten Maßnahmen wird der Schutz der deutschen Sprache vor der drohenden Verdrängung durch Anglizismen und Döner-Deutsch in Medien und im Alltag gewährleistet?

All diese Fragen harren noch ihrer Beantwortung durch die
Entscheidungsgremien der CDU, falls es ihr wirklich ernst ist. Falls die CDU aber in dieser Hinsicht keine Ideen haben sollte, seien ihr hier einige Hinweise mit auf den Weg gegeben, wie der Schutz der deutschen Sprache in realpolitische Maßnahmen einfließen kann.

Die Sprache eines Landes bietet die Grundlage, um Kultur und Werte der Gemeinschaft zu verstehen und weiterzuentwickeln, vor allem in Verantwortung für künftige Generationen. In allen Bereichen, die mit Steuergeldern finanziert werden, und in allen Aspekten, in denen der Staat ins Verhältnis mit seinen Bürgern tritt, muß die Verwendung der deutschen Sprache verbindlich festgeschrieben werden.

So ist beispielsweise dafür zu sorgen, daß Sendungen im
öffentlich-rechtlichen Rundfunk ohne den Gebrauch irgendwelcher Anglizismen und neudeutscher Wortungetüme auskommen. Ebenso ist es vonnöten, daß der Staat sowohl der Presselandschaft als auch der Unterhaltungsindustrie diesbezügliche Auflagen erteilt, wonach Autoren bzw. Künstler (wenn dieser Begriff hier überhaupt noch Anwendung finden kann) sich in ihren Ausführungen an die deutsche Sprache und das in der deutschen Sprache enthaltene Vokabular zu halten haben. Der Presse und dem Rundfunk kommen im heutigen Medienzeitalter eine umfassende Erziehungs- und Bildungsaufgabe zu,
weshalb auch die Sprachvermittlung und deren Auswahl gesetzlich geregelt gehören. Es geht hier nicht um plumpe Regelungswut in EU-bürokratischer Manier, sondern um eine verantwortungsvolle Maßnahme angesichts immer katastrophalerer Sprachkompetenzen unserer Kinder und Jugendlichen.

Ferner ist es ein nicht hinzunehmendes Unding, wenn im wissenschaftlichen Bereich nur diejenigen etwas gelten, die ihre Schriften und Aufsätze in englischer Sprache veröffentlichen. Es gibt heute schon Universitäten, die den Lehrbetrieb vollständig in englischer Sprache abhalten, in denen sämtliches Lehrmaterial in englischer Sprache abgefaßt ist und deren Weltnetzpräsenzen nahezu ausnahmslos englischsprachig sind. Das sind Fehlentwicklungen, die lediglich einer nach beliebig austauschbarem Humankapital und Menschenmaterial trachtenden, international operierenden
Heuschreckenkaste nützen, die keine kulturell verwurzelten und sprachlich selbstbewußten Menschen mehr braucht, sondern lediglich Arbeits- und Wissenschaftsnomaden, die aufgrund von kultureller und sprachlicher Gleichschaltung überall im Sinne des Großkapitals funktionieren können.

Einer solchen sprachlichen Gleichschaltung ist ein Riegel vorzuschieben. Die Hochschulen werden aus deutschen Steuertöpfen finanziert, haben daher auch in deutscher Sprache zu unterrichten und ihre Lehrveranstaltungen abzuhalten.

Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang, vor das sich regelmäßig vor allem ausbildungswillige Unternehmer gestellt sehen, ist das Dilemma, daß sie kaum noch sprachlich richtige Bewerbungsschreiben erhalten. Es hat mittlerweile nicht nur ein Sprachwirrwarr aus Anglizismen und Döner-Deutsch Einzug in unsere Jugend erhalten, sondern die Jugend hat aufgrund schulisch nur ungenügend vermittelter Sprachkompetenz eine eigene Jugendsprache gefunden, mit der sie sich identifiziert. Verbale Verirrungen wie "Ich mach dich Messer!" sind essentielle Bestandteile eines normalen Gesprächs zwischen deutschen Jugendlichen geworden. Es werden teilweise Vorbilder aus den Verblödungssendungen der privaten Massenmedien nachgeäfft, zum Teil unterliegen großstädtische Jugendliche aber auch dem Druck respektive Assimilierungsdruck durch aggressive Kinder und Jugendliche aus sogenannten Migrantenfamilien. Einher mit dieser Übernahme fremder Spracheinflüsse geht eine um sich greifende Vereinfachung des Wortschatzes und der Grammatik.
Jugendliche, die kaum mehr Wörter zu ihrem Wortschatz zählen als ein
durchschnittlicher BILD-Zeitungstext umfaßt, sind heute keine Seltenheit mehr.

Hier wird wieder einmal mehr deutlich, daß die Frage der Masseneinwanderung auf nahezu alle gesellschaftlich relevanten Bereiche einen negativen Einfluß ausübt, auch auf die Sprache und ihren Verfall. Eine kurzfristig umzusetzende Trennung deutscher und ausländischer Schüler in ethnisch homogene Schulklassen und mittelfristig eine konsequente Rückführung kulturfremder Ausländer in ihre Heimat bieten die einzige Möglichkeit, unsere Jugend, unsere Kultur und somit unsere Zukunft vor den Verfallserscheinungen der Zeit zu schützen.

Gründe genug, dieser katastrophalen Entwicklung endlich entgegenzusteuern. Ob eine bloße Aufnahme des Wertes der deutschen Sprache in das Grundgesetz ausreicht, muß bezweifelt werden. Maßnahmen, die den Verfall der Sprache an sich als wertvollem Kulturgut zu verhindern suchen und die der vom System
gewollten sprachlichen Inkompetenz unseres Nachwuchses ein Ende bereiten, tun da schon eher Not.

Ronny Zasowk
NPD-Stadtverordneter in Cottbus

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