NPD Kreisverband Aschaffenburg/Miltenberg

10.12.2008

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Zum Abkassieren nach Deutschland

Wie aus Polen deutsche Hartz-Bezieher werden

Nach Deutschland zum Abkassieren – das ist nichts Neues. Zahllose Wohlstandsflüchtlinge, die es Jahr für Jahr durch die löchrigen Schengen-Grenzen in die Bundesrepublik zieht, machen es so. Auch die deutschen Gesetze, die ausländischen Habenichtsen in Deutschland ein Leben in Saus und Braus suggerieren, tragen dazu bei, daß Deutschland immer noch im Ruf eines Sozialamts für die ganze Welt steht.

Ganz Findige nutzen die Einfallstore in der deutschen Gesetzeslandschaft zielstrebig aus, um Ausländern beim Abkassieren zu helfen und auch selbst zu profitieren. Einer von ihnen ist der Rechtsanwalt Hans-Bernhard Lahme. Er gründete im heute polnischen Zgorzelec, dem Ostteil der Neißestadt Görlitz, eine Firma, die im großen Stil aus Polen Deutsche macht. Und die können dann im Westteil der Grenzstadt deutsche Hartz IV-Leistungen abgreifen.
Für Lahmes polnischen Kunden rechnet sich das – und für ihn selbst schon zweimal. Schon rund 1000 Polen will der früher im Rheinland tätige Rechtsanwalt nach eigenen Angaben zu Bundesbürgern gemacht haben – dafür zahlen seine Kunden 100 Euro Beratungsgebühr pro Stunde und pauschal für jede Anfrage 30 Euro. Eine überschaubare Ausgabe – die sich zudem rasch amortisiert hat, denn die eingebürgerten Neu-Deutschen können bei den deutschen Behörden Sozialleistungen beantragen und erhalten als Arbeitslose in der Regel Hartz IV-Leistungen. Und das rechnet sich: ein verheirateter Neu-Bundesbürger mit zwei Kindern erhält von der Görlitzer Agentur für Arbeit 1200 Euro Hartz IV. In Polen bekäme er gerade ein Zehntel – 120 Euro.

Der Trick, wie Lahme aus Polen, die meist kein Wort Deutsch sprechen, erfolgreich anspruchsberechtigte Bundesbürger macht, ist denkbar einfach: er forscht in amtlichen, kirchlichen und familiären Dokumenten nach, ob sein Kunde vielleicht deutsche Vorfahren hatte. Wenn das der Fall ist, wendet er sich an das Bundesverwaltungsamt und läßt sich dort die deutsche Staatsangehörigkeit seines Mandanten bescheinigen – fertig.

Die deuschen Behörden haben in der Regel keine Möglichkeit, dem Betrug auf die Schliche zu kommen. Denn zur Tarnung mieten die polnischen Neu-Bundesbürger gleich noch eine der vielen billigen Wohnungen im Görlitz an und verfügen dann den Sozialabehörden gegenüber auch über einen deutschen Wohnsitz. Auch die Vermieter sind damit einverstanden, denn Hartz IV-Beziehern wird zuverlässig die Miete bezahlt.

Daß die Bezieher gleichzeitig vielleicht in Zgorzelec auf der polnischen Flußseite einer geregelten Arbeit nachgehen und deshalb eigentlich gar nicht anspruchsberechtigt wären, kann die Hartz-Behörde nicht nachprüfen. Abgesehen davon, daß sich Arbeiten in Polen ohnehin nicht mehr rentiert, wenn man fürs Nichtstun in Deutschland gleich nebenan ein Vielfaches bekommt.

»Sozialmißbrauch« ist oft eine abstrakte Vokabel. In Görlitz nicht. Und wer sich fragt, warum die deutschen Sozialsysteme nur noch auf Pump funktionieren, bekommt hier ebenfalls eine einleuchtende Antwort.

A. Vergeiner
Quelle: www.deutsche-stimme.de

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